Hörschleifen und induktive Höranlagen – barrierefreies Hören nach DIN EN 60118-4
Inklusive Kommunikation beginnt beim Hören. Mit induktiven Höranlagen – kurz Hörschleifen oder Induktionsschleifen – ermöglichen wir Menschen mit Hörgerät oder Cochlea-Implantat den klaren Empfang von Sprache und Musik: ohne Störgeräusche, ohne Nachhall, ohne Lautstärkeprobleme.
Ob Ratssaal, Kirche, Theater, Hörsaal, Konferenzraum oder Schalter im Bürgerbüro – SLS plant, installiert und misst Hörschleifen normgerecht und abgestimmt auf Ihre Raumakustik und Ihre vorhandene Audiotechnik.
Leistungen
- Bestandsaufnahme, Störfeld- und Metallverlustmessung vor Ort
- Planung und Simulation der Schleifenfelder
- Einzelschleifen, Phased-Array- und Mehrfachschleifensysteme
- Kompakte Induktionslösungen für Schalter, Empfang und Beratungsplätze
- Integration in bestehende Beschallungs- und Konferenztechnik
- Einmessung und Messprotokoll nach DIN EN 60118-4
- Wartung, Wiederholungsmessungen und Service
So funktioniert eine Hörschleife
Das Audiosignal – etwa vom Rednerpult, vom Mischpult oder von der Konferenzanlage – wird an einen speziellen Schleifenverstärker übergeben. Dieser speist einen Kupferleiter, der im Boden, im Estrich oder unter dem Bodenbelag verlegt ist. Die Schleife erzeugt ein magnetisches Wechselfeld, das Hörgeräte und Cochlea-Implantate mit Telecoil (T-Spule) direkt empfangen.
Der Vorteil: Sprache kommt ohne Umweg über den Raum im Ohr an – ohne Hall, ohne Umgebungsgeräusche und ohne zusätzlichen Empfänger. Nutzerinnen und Nutzer schalten ihr Hörgerät einfach in die T-Stellung, beliebig viele Personen können gleichzeitig zuhören, und niemand muss sich ein Gerät ausleihen.
Hörschleifen von SLS – Präzise Technik für barrierefreie Akustik
SLS entwickelt und installiert professionelle Induktions-Hörschleifensysteme für höchste Ansprüche. Unsere Anlagen gewährleisten eine störungsfreie, normgerechte Audioübertragung nach DIN EN 60118-4 und bieten Menschen mit Hörgeräten oder Cochlea-Implantaten eine direkte, verlustfreie Anbindung an Audiosignale – ohne Hintergrundgeräusche oder akustische Verzerrung.
SLS mediatecgroup – damit alle alles verstehen.
Planung und Simulation
von Schleifenfeldern zur optimalen Signalabdeckung
Installation
von Einzelschleifen, Phased-Array-Systemen oder Sonderlösungen je nach architektonischer Gegebenheit
Messung und Zertifizierung
der Systeme gemäß internationaler Normen
Integration
in bestehende Audio- und Gebäudetechnik
Wo Hörschleifen eingesetzt werden
Überall dort, wo Sprache verstanden werden muss, schafft eine induktive Höranlage echte Teilhabe:
- Rathäuser, Ratssäle und Bürgerbüros
- Kirchen und Gemeindehäuser
- Theater, Konzertsäle und Kinos
- Schulen, Hochschulen und Hörsäle
- Konferenz- und Besprechungsräume
- Eventlocations und Veranstaltungszentren
- Empfangs-, Kassen- und Schalterbereiche
- Senioren- und Pflegeeinrichtungen
Sind Hörschleifen in öffentlichen Gebäuden Pflicht?
Öffentlich zugängliche Gebäude sollen für alle Menschen nutzbar sein – auch für Menschen mit Hörbeeinträchtigung. Ob eine Höranlage im Einzelfall verbindlich vorgeschrieben ist, hängt von Nutzung, Landesbauordnung und Förderbedingungen ab. Wir klären das gemeinsam mit Ihnen und Ihren Planern.
Gesetzliche Vorgaben und Normen: Das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) verpflichtet öffentliche Stellen zur Barrierefreiheit. Die DIN 18040-1 zum barrierefreien Bauen sieht Höranlagen für Versammlungs-, Schulungs- und Seminarräume vor; die technische Ausführung regelt die DIN EN 60118-4.
Inklusion und Teilhabe: In Rathäusern, Gerichten, Veranstaltungszentren oder Kirchen ermöglichen Hörschleifen Menschen mit Hörgerät die gleichberechtigte Teilnahme.
Bessere Kommunikation: Hörschleifen übertragen Sprache direkt und klar ins Hörgerät, ohne störende Nebengeräusche oder Hall.
Fördermittel und Bauvorgaben: Bei Neubauten und Sanierungen setzen viele Förderprogramme Barrierefreiheit voraus – eine Hörschleife lässt sich dabei am wirtschaftlichsten gleich mit einplanen.
Image und Verantwortung: Institutionen, die in barrierefreie Technik investieren, zeigen gesellschaftliche Verantwortung und stärken ihr positives Image in der Öffentlichkeit.
Flexibilität
Wir gehen auf Ihre baulichen Gegebenheiten und spontane Änderungswünsche ein und setzen sie schnell und fachkundig um – auch bei laufendem Betrieb.
Kompetenz
Von der Messung vor Ort über Simulation und Installation bis zum normgerechten Messprotokoll: alles aus einer Hand, umgesetzt von erfahrenen Fachkräften.
Expertise
Seit 2005 steht SLS für Technik mit Leidenschaft. Wir kennen Beschallung, Konferenztechnik und Hörschleifen – und wie sie zusammenspielen.
Häufige Fragen zur Hörschleife
Was ist eine Hörschleife?
Eine Hörschleife – auch Induktionsschleife oder induktive Höranlage genannt – unterstützt Menschen mit entsprechend ausgestatteten Hörgeräten oder Cochlea-Implantaten. Das Audiosignal wird über ein elektromagnetisches Feld übertragen und direkt über die Empfangsfunktion des Hörsystems genutzt. Dadurch wird Sprache deutlich unmittelbarer wahrgenommen als ausschließlich über die Raumlautsprecher.
Wie funktioniert eine induktive Höranlage?
Ein Schleifenverstärker speist das Audiosignal in einen im Raum verlegten Kupferleiter. Der Strom erzeugt ein magnetisches Wechselfeld, das von der Telecoil (T-Spule) im Hörgerät oder Cochlea-Implantat aufgenommen wird. Das Signal gelangt so ohne Umweg über den Raum ins Ohr – frei von Hall und Umgebungsgeräuschen.
Welche Hörgeräte können eine Hörschleife nutzen?
Alle Hörgeräte und Cochlea-Implantate mit Telecoil (T-Spule). Viele Geräte verfügen darüber, die Funktion muss aber gegebenenfalls vom Hörakustiker aktiviert werden. Anschließend wird einfach das T-Programm gewählt – zusätzliche Empfänger sind nicht nötig.
Welche Norm gilt für Hörschleifen?
Maßgeblich ist die DIN EN 60118-4. Sie legt unter anderem Anforderungen an die magnetische Feldstärke, den Frequenzgang und den zulässigen Störpegel fest. Nach der Installation messen wir die Anlage gemäß dieser Norm ein und dokumentieren die Ergebnisse in einem Messprotokoll.
Sind Hörschleifen in öffentlichen Gebäuden Pflicht?
Das Behindertengleichstellungsgesetz verpflichtet öffentliche Stellen zur Barrierefreiheit, und die DIN 18040-1 sieht Höranlagen für Versammlungs-, Schulungs- und Seminarräume vor. Ob eine Hörschleife im konkreten Fall verbindlich ist, hängt von Nutzung, Landesbauordnung und Förderbedingungen ab. Wir unterstützen Sie gern bei der Einordnung.
Was ist ein Phased-Array-System?
Bei einem Phased-Array-System werden mehrere Schleifen versetzt verlegt und phasenverschoben angesteuert. Das sorgt für ein besonders gleichmäßiges Feld im Raum, reduziert das Übersprechen in Nachbarräume und verringert den Einfluss von Metall in der Bausubstanz.
Beeinflusst Metall oder Stahlbeton die Hörschleife?
Ja. Metall im Baukörper, etwa Bewehrungsstahl oder Metallunterkonstruktionen, kann die Feldstärke schwächen und den Frequenzgang verändern. Deshalb messen wir den Metallverlust vorab und berücksichtigen ihn in der Simulation und bei der Auswahl des Schleifenlayouts.
Können benachbarte Räume jeweils eine eigene Hörschleife haben?
Ja. Damit sich die Signale nicht gegenseitig überlagern, planen wir das Schleifenlayout so, dass das Übersprechen in angrenzende Räume minimiert wird – je nach Situation mit Phased-Array- oder Mehrfachschleifensystemen.
Kann eine Hörschleife auch nachträglich installiert werden?
Das hängt von den baulichen Gegebenheiten und dem gewünschten Versorgungsbereich ab. In vielen Fällen lassen sich auch für Bestandsgebäude geeignete Lösungen entwickeln, etwa mit flachen Kupferbändern unter dem Bodenbelag. Vor einer Umsetzung prüfen wir den Raum, mögliche Leitungswege, Störquellen und die gewünschte Abdeckung.
Gibt es Hörschleifen auch für Schalter und Empfangstresen?
Ja. Für Theken, Kassen, Empfangs- und Beratungsplätze gibt es kompakte Induktionslösungen, die gezielt einen kleinen Bereich versorgen. So wird auch das Gespräch am Bürgerbüro-Schalter oder an der Rezeption barrierefrei.
Wie erkennen Besucher, dass eine Hörschleife vorhanden ist?
Räume und Plätze mit induktiver Höranlage werden mit dem bekannten Hinweissymbol – einem Ohr mit dem Buchstaben „T“ – gekennzeichnet. Wir empfehlen, die Beschilderung am Eingang und am versorgten Bereich gut sichtbar anzubringen.
Lässt sich eine Hörschleife in die vorhandene Technik integrieren?
Ja. Die Hörschleife wird in der Regel an die bestehende Beschallungs-, Konferenz- oder Mediensteuerung angebunden. So erhalten Hörgeräteträger dasselbe Signal wie der Raum – etwa vom Rednerpult, von Funkmikrofonen oder aus der Videokonferenz.
Wie läuft ein Hörschleifen-Projekt mit SLS ab?
Am Anfang stehen Gespräch und Ortstermin mit Messung von Störfeldern und Metallverlust. Daraus entwickeln wir Schleifenlayout und Simulation, erstellen ein Angebot und übernehmen Installation, Einmessung nach DIN EN 60118-4, Messprotokoll und Einweisung.
Muss eine Hörschleife gewartet werden?
Eine Hörschleife arbeitet weitgehend wartungsarm. Bauliche Veränderungen, neue Störquellen oder Änderungen an der Audiotechnik können die Feldstärke jedoch beeinflussen. Wir empfehlen daher regelmäßige Funktionsprüfungen und bei Bedarf eine Wiederholungsmessung – gern im Rahmen eines Servicevertrags.

